Beratungsförderung für Corona-betroffene Unternehmen

Am 03. April 2020 ist eine modifizierte Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-Hows für Corona-betroffene Unternehmen in Kraft getreten.

Ab sofort können Sie einen Antrag auf Beratungen, die bis zu einem Beratungswert von 4.000 Euro für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Freiberufler ohne Eigenanteil gefördert werden, beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen.

Ein externer Unternehmensberater kann Ihnen vielfältig Hilfestellung geben, ob Sie neue neue Geschäftsfelder suchen, Ihre Geschäfte umstellen/digitalisieren sollten oder aber auch wie Sie Ihre Liquidität wiederherstellen.

Da dabei schnell gehandelt werden muss, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die bestehende Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-Hows um ein Modul für Corona-betroffene KMU und Freiberufler zunächst bis 31. Dezember 2020 im Sinne eines Sofortprogrammes ergänzt.

 

Neue Inhalte und Ergänzungen für betroffene Unternehmen:

  • Antragsberechtigt sind Unternehmen, die unter wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund des Coronavirus leiden.
  • Die konkreten Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf den Antragsteller und insbesondere die dagegen zu ergreifenden Maßnahmen und Handlungsempfehlungen sind vom Beratungsunternehmen im Beratungsbericht nachvollziehbar darzustellen.
  • Betroffene Unternehmen müssen kein Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner vor Antragstellung führen. Dementsprechend wird kein Bestätigungsschreiben eines Regionalpartners im Rahmen des Verwendungsnachweis benötigt. Ein freiwilliges Beratungsgespräch im Vorfeld kann dennoch nützlich sein.
  • Die betroffenen Unternehmen erhalten einen Zuschuss in Höhe von 100% der in Rechnung gestellten Beratungskosten, maximal jedoch 4.000 Euro. Zu den Beratungskosten zählen neben dem Honorar auch die Reisekosten sowie Auslagen des Beraters. Ein Stunden- oder Tagessatz für beanspruchte Beratungsleistungen ist nicht vorgegeben.
  • Der Zuschuss wird vom BAFA als Bewilligungsbehörde direkt auf das Konto des Beratungsunternehmens ausgezahlt. Aufgrund der 100%-Förderung werden die antragsberechtigten Unternehmen von einer Vorfinanzierung der Beratungskosten entlastet.
  • Es können bis zur Ausschöpfung der maximalen Zuschusshöhe mehrere Beratungen im Rahmen des neuen Kontingents beantragt werden.

 

Nähere Informationen - insbesondere zur Antragstellung - entnehmen Sie bitte dem unten angefügten Merkblatt "Vom Coronavirus betroffene Unternehmen".

Den Antrag zur Beratungsförderung können Sie direkt über das Antragsportal der BAFA einreichen:

https://fms.bafa.de/BafaFrame/unternehmensberatung

 

Hinweis: Aufgrund der großen Nachfrage sind die für dieses spezielle Fördermodul vorgesehene Mittel bereits ausgeschöpft, es können auch keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Somit wird die Förderung aus dem Corona-Sondermodul vorzeitig eingestellt. Daher können vorerst nur Anträge bewilligt werden und die Förderung an den Berater ausgezahlt werden, die bereits eine Inaussichtstellung erhalten haben. Wenn Sie noch keine Inaussichtstellung erhalten haben, werden Sie ggf. in den kommenden Monaten in einem Nachrückverfahren berücksichtigt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

https://www.bafa.de/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/Beratung_Finanzierung/Unternehmensberatung/unternehmensberatung_node.html

 

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